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08.09.2019 07:46

IARU-Region-1-Meisterschaft 2019

Neun Medaillen am zweiten klassischen Tag!

Ohne viele Worte: Mit vier Einzel- und fünf Mannschaftsmedaillen, darunter mehrmals Gold, gelingt dem DARC-Team ein herausragendes Ergebnis am zweiten klassischen Tag. Dabei waren die Witterungsbedingungen schwierig.

Einzel-Gold und drei weitere Medaillen auf 144 MHz

Beim ersten klassischen Wettbewerb am 5.9. haben die älteren Kategorien mit sehr widrigen Bedingungen auf 144 MHz zu kämpfen. Im DARC-Team sind dabei die Damen erfolgreich. Galina Krassowizkaja gewinnt mit großem Vorsprung die Kategore W60 und legt damit zugleich die Grundlage für Mannschaftsgold gemeinsam mit Ingrid Pomplun. Mannschafts-Bronzemedaillen erzielen die deutschen Damen in der W50 und in der W35. Mit Platz vier verpasst Anja Hilbert, DG0YS, nur knapp eine W35-Einzelmedaile.

Auf 3,5 MHz bestimmt allein die physische Kondition den Erfolg, und der schnellste Hauptklassen-Läufer ist für sieben Kilometer Luftlinie weniger als 40 Minuten unterwegs. Das Gelände hatte keine sehr großen Höhenunterschiede, aber Sümpfe haben 2-m-Peilungen so erschwert, dass es nur einem Teil der älteren Starter gelang, mit allen Sendern das Ziel in der Limitzeit von 150 Minuten zu erreichen. Überschattet wurde der Wettkampf von der Sorge um einen fehlenden ukrainischen M70-Läufer, der auch von professionellen Suchkräften mit Hunden nicht gefunden werden konnte, aber nach einer Übernachtung in einer leerstehenden Hütte selbst zum Hotel zurückfand. Ein weiterer M70-Läufer erlitt im Zielkorridor Kreislaufprobleme, erhielt aber zum Glück sofort professionelle ärztliche Hilfe. Die Siegerehrung wurde um einen Tag verschoben.

Nach einem wettkampffreien Tag steht am Samstag der zweite klassische Wettbewerb auf dem Programm.

Zweimal Bronze beim Sprint

Beim Sprint am 4.9. gelingt zwei Deutschen der Sprung aufs Podest. Galina Krassowizkaja läuft 23:47 Minuten und verschafft sich damit über vier Minuten Vorsprung auf die Viertplatzierte. Mit einem schnellen und fehlerfreien Lauf überrascht Kai Pastor, DG0YT, Teamkollegen und Konkurrenz. Als Drittplatzierter in der Kategorie M40 mit 17:43 Minuten trennt ihn nur eine halbe Minute vom Sieger.

Das Wettkampfgelände war wieder direkt beim Hotel, mit einem Startplatz zwischen Pistenbullys unweit des Ziels. Der Zuschauerposten (Zwischenziel) befand sich einen Kilometer entfernt, rund 50 Höhenmeter unterhalb des Ziels. Im ersten Teil lagen vier von fünf Sendern etwa auf einer Höhe und konnten mit hohem Tempo abgelaufen werden. Nach dem Zwischenziel führte ein kurzer Korridor auf einer Skibrücke über eine Straße. Die restlichen fünf Sender lagen links und rechts von schmalen Pisten- und Liftschneisen. Hier galt es, trotz des anstrengenden Anstiegs einen klaren Kopf zu behalten und die richtige Routenwahl zu treffen.

Silber beim Foxoring in der W21

Beim ersten Wettbewerb der EM, dem Foxoring, sichert sich Dianora Herashchenko eine Silbermedaille in der Kategorie W21. Sie benötigt eine Laufzeit von 28 Minuten und vier Sekunden für sieben versteckte Sender. Top-Ten-Platzierungen gelingen bei den Damen außerdem Inessa Cherniavsky (9. W35), Carola Stein (8. W50) und Brigitte Drews (9. W50), Galina Krassowizkaja (6. W60), Ingrid Pomplun (7. W60) und Alexandra Wanner (10. W60). Die besten Ergebnisse bei den Herren erzielen Alexander Hergert (8. M21) und Nikolaj Wanner (8. M50), Top-Ten sind außerdem Sergey Cherniavsky (9. M40), Bernd Höfner (10. M60) und Reinhard Hergert (9. M70).

Wettkampfgelände war das hochgelegene Wald- und Weidegebiet unmittelbar nördlich der Hotelanlagen von Rogla. Nach dem Start ging es zunächst über Weideflächen, die im Winter breite Lauflaufloipen bieten. Im mittleren Abschnitt des Wettkampfs gab es Sender nahe der Hotels oberhalb der Abfahrtspisten. Das Ziel befand sich schließlich im Auslauf von Skipisten. Nachdem morgens noch eisiger Wind über die Berge peitschte, hatte sich das Wetter schnell beruhigt, und die Teilnehmer konnten einen extra angeworfenen Vierer-Sessellift für den Rücktransport über das Wettkampfgelände hinweg ins Hotel nutzen.

Die 22. Europa-Meisterschaft (IARU-Region-1-Meisterschaft) findet von 2. bis 8. September in Rogla (Slowenien) statt. Der Veranstalter erwartet 378 Teilnehmer aus 22 Ländern. Für den DARC gehen 29 Teilnehmer an den Start, darunter drei Jugendliche. Es werden klassische Wettbewerbe auf 80 m und 2 m, Sprint und Foxoring ausgetragen.

Nachlese

ARDF-Jugend-WM 2019

Von Kathrin Berse

Vom 30. Juni bis 4. Juli 2019 fanden im ukrainischen Winnyzja die Jugendweltmeisterschaften im Amateurfunkpeilen statt. Bei klassischen Wettbewerben auf 3,5 MHz und 144 MHz und einem Sprint traten insgesamt 90 Jugendliche aus 13 Ländern an, darunter (erstmals) sieben Teilnehmer aus China.

Bereits am Samstag, den 29. Juni hatte sich das DARC Jugendteam, bestehend aus Lisa Durm (Kategorie W14), Melanie Pastor und Lisa Harms, DO4LKH, (W16), Oscar Walter, DO2OMW, (M14) sowie Jugendtrainerin Kathrin Berse und den Besuchern Oliver Durm, Anne Walter und Linda Pastor in Kiew getroffen. Als offizieller Anreisetag zur Meisterschaft war der Sonntag angesetzt, aber mit gut drei Stunden Flug und kalkulierten fünf Stunden Busfahrt von Kiew nach Winnyzja, hat sich das Team für eine frühere Anreise entschieden. So blieb am Samstag Zeit für eine fast dreistündige private Stadtführung von Igor Lazarev, US0VA, in Kiew, um bereits erste Eindrücke vom Land zu erhalten.

In Winnyzja angekommen, konnte jeder ein sauberes im typischen osteuropäischen Stil eingerichtetes Einzelzimmer beziehen. Der Sonntagmorgen wurde genutzt, auf einer rund sechs Kilometer langen Tour die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abgelaufen.

Ab 15.00 Uhr stand der erste Peilertest in der Ukraine an. Das Training fand in einem 800 Meter vom Hotel entfernten, gut besuchten Park statt. Zunächst waren jeweils zwei 80-m- als auch 2-m-Sender aufgebaut. Nach gut einer Stunde wurde auf die 80-m-Sprint-Sender umgeschaltet. Die jungen Athleten konnten ihre Geräte testen, die Entfernungen überprüfen und Frequenzen markieren oder einprogrammieren. Kleine Schwierigkeiten gab es bei Lisa Harms, die mit ihrem 2-m-Empfänger nur einen Sender zum Testen anlaufen konnte, da die ebenso aufgebaute Bake den dahinter platzierten Sender übersteuert hatte.

Am Abend folgte dann die offizielle Eröffnung der Weltmeistschaft. Die Feier fand im Veranstaltungsraum des Hotels statt. Die Reden wurden kurz gehalten. Zu den Gästen gehörten auch ehemalige Olympia-Teilnehmer und -gewinner aus der Ukraine. Neben volkstümlichen Tanz und Gesang wurde auch eine moderne Paar-Akrobatik geboten.

Am nächsten Tag ging es zum 80-m-Classic-Wettbewerb in ein 35 km von Winnyzja entferntes Waldgebiet. Der Wald war recht offen und überwiegend gut belaufbar, manchmal störten jedoch Unterholz und kleinere Dickichte das schnelle Vorankommen. Als erste durfte sich Melanie auf den Weg machen, gefolgt von Lisa, Lisa und Oscar.

Im Ziel angekommen, ging es direkt mit der Auswertung der Läufe los. So erzählte Oscar, dass er bei einem Sender ein paar kleine Probleme hatte, aber in Summe es doch recht gut bei seinem ersten großen Lauf lief (Platz 12). Melanie hatte gleich zu Beginn Schwierigkeiten, die Entfernungen der Sender einzuschätzen, aber als die Routenwahl getroffen war, lief es auch bei ihr (Platz 15).

Für Lisa Durm war es der erste Lauf bei einer großen Meisterschaft, somit war die Aufregung vorprogrammiert - jedoch leider nicht die richtigen Frequenzen im Peiler: Da waren noch die Frequenzen aus dem Sprinttraining vom Vortag eingestellt. Hier verlor Lisa ein wenig Zeit, um die richtigen Einstellungen nachzuholen. Jedoch konnte sie mit Platz 10 am Ende mehr als zufrieden sein.

Lisa Harms war direkt nach dem Lauf nicht zufrieden. Sie hatte Probleme mit Sender Drei. Der Veranstalter bestätigte schließlich, dass der Sender für etwa fünf Minuten ausgefallen sei. Dies beeinflusste Lisa jedoch mindestens 15 Minuten. Nur ein weiterer Läufer war davon betroffen, und eine gewährte Zeitgutschrift von fünf Minuten konnte Lisas Nachteil nicht ausgleichen. Was für den betroffenen Slovaken einen Podiumsplatz bedeutete, ergab bei Lisa keine Veränderung in der Platzierung. Es blieb bei Platz 14.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus nur eine gute viertel Stunde an den Stadtrand von Winnyzja in einen Park. Dort fand der 80- m-Sprint statt. Auch hier war der Start gut vorbereitet und konnte pünktlich starten. So durfte sich als Erste um 10:15 Uhr Lisa Durm, 10:17 Uhr Melanie Pastor, 10:18 Uhr Oscar Walter und zum Abschluss aus dem deutschen Team Lisa Harms um 10:35 Uhr in die kürzeste Wettkampfform stürzen. Als Team Leader Kathrin Berse vom Start im Ziel ankam, war das gesamte deutsche Team schon dort. Die Gesichter strahlten: Mit den Plätzen Oscar 10., Lisa D. 7., Lisa H. 11. und Melanie 13. konnten wieder alle mehr als zufrieden sein. Im Ziel versorgte der Veranstalter die Teilnehmer mit selbstgemachter Limonade und ukrainischem Gebäck. Ebenso erhielt jeder Teilnehmer ein Eis, das bei den hohen Temperaturen gern genommen wurde.

Am Nachmittag stand noch eine Bootstour auf dem Pivdennyi Buh River im Programplan. Es blieb zunächst unklar, wohin die Reise führen sollte, nur ein Stopp zwischendurch war angekündigt. Mit zwei Booten ging es gut 45 Minuten stromaufwärts. Nach einer Kurve war dann ein „Hollywood“-artiger kyrillischer Schriftzug zu sehen. Die Ukrainer erklärten auf Nachfrage, dass es sich um ein beliebtes Ausflugsziel am Fluss für Picknick u.ä. handelte und der Schriftzug lediglich darauf hinwies, dass man dort kein Müll hinterlassen sollte. Die Jugendlichen hatten genug Energie, den steilen Hang zum Schriftzug zu erklimmen und die Aussicht auf den Fluss von dort zu genießen.

Für den Abend hatte der Veranstalter noch einen Programmpunkt organisiert, den Besuch des Roshen-Springbrunnen in Winnyzja. „Roshen“ ist ein lokaler Süßwarenhersteller. Der Springbrunnen ist fast 100 lang, 10 Meter breit und der höchste Wasserstrahl reicht bis zu 70 Meter in die Höhe. Der Springbrunnen zeigt jeden Abend eine Mulitmediashow mit Musik, Video (3D Effekt) und Lasern. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Springbrunnen in das Flussbett des oben genannten Flusses gebaut wurde.

Am letzten Tag stand der 2-m-Lauf an. Der zweite klassische Lauf fand im gleichen Gelände wie der 80-m-Lauf statt. Der Start war weiter nördlich gelegen, das Ziel war dasselbe. Der Start lief wieder reibungslos ab und auch im Ziel Bereich war alles bestens organisiert. Es gab keine Senderausfälle und so konnten sich alle mit dem Anfeuern der Athleten und Hochrechnen der Ergebnisse beschäftigen. So freuten sich am Ende alle über die folgenden Platzierungen: Oscar auf Platz 12, Lisa Durm auf Platz 11 und in der W16 Lisa Harms und Melanie auf den Plätzen 10 und 11.

Während des Wettkampfes wurde schnell klar, dass unsere einzige Mannschaft in der W16 eine kleine Chance auf den dritten Podiumsplatz hatte. Somit warteten alle ganz gespannt darauf, Melanie im Horizont der Zielgasse zu erblicken. Am Ende waren es leider 1 Minute 15 Sekunden, die die beiden Mädels von der gemeinsamen Medaille trennten. Jedoch war die Mannschaft zufrieden mit allen Leistungen, die erbracht worden sind!

Am Abend wurde genauso sportlich mit Musik, Tanzen und Essen die Meisterschaft beendet. Und wir freuen uns jetzt schon wieder auf die Jugendweltmeisterschaften im nächsten Jahr, die von 26. bis 30. Juni 2020 in Ajdovscina (Slovenien) stattfinden werden.

Teilweise Nichtwertung des Ranglistenlaufs vom 16.6. ☹

Beim Ranglistenlauf am 16.6. gab es nach einem Senderausfall während des Wettkampfs ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Die Ausrichter bedauern das sehr und bitten dafür um Entschuldigung. Das Schiedsgericht hat sich nach Diskussion der Lösungsmöglichkeiten schweren Herzens dazu entschlossen, in den Kategorien, in denen Teilnehmer vom Senderausfall tatsächlich betroffen waren, keine Wertung vorzunehmen. Dort wird dieser Lauf auch nicht für die Rangliste zählen. Für das Peilmeisterdiplom sollen Teilnehmerpunkte vergeben werden.

Inzwischen ist eine Rangliste veröffentlicht, die die Wertung richtig abbildet, auch für Helferpunkte, und bereits das erste von drei Streichergebnissen berücksichtigt. Wer nicht nach Saarbrücken kommt, sieht damit seine endgültige Punktzahl. Alle anderen können sich noch um einige Punkte verbessern.


Veranstaltungswochenende

FUNK.TAG Kassel 2019 und Peilwettbewerb am AFZ

Zum FUNK.TAG Kassel gibt es am Samstag wieder einen Foxoring-Lauf bei den Messehallen. Am Sonntag startet der Distriktslauf Hessen am Amateurfunkzentrum des DARC (Foto).
Zum FUNK.TAG Kassel gibt es am Samstag wieder einen Foxoring-Lauf bei den Messehallen. Am Sonntag startet der Distriktslauf Hessen am Amateurfunkzentrum des DARC (Foto).

ARDF-WM 2018

Viele Medailen im zweiten klassischen Lauf

Simon Zöller
Simon Zöller

(7.9.2018) Im zweiten klassischen Lauf verzeichnet das DARC-Team Silbermedaillen für Brigitte Drews, DL7AFJ (W50), Sergey Cherniavsky (M40) sowie das W50-Team. Eine Bronzemedaille ging an Brigitte Roethe (W50). Die größte Begeisterung im ganzen Team löste jedoch die Bronze-Medaille vom 17-jährigen Junior Simon Zöller in der Kategorie M19 aus. Video Download Siegerehrung (201 MB).

Top-10-Platzierungen erreichten Ralph Körner (8. 144 MHz M21), Gerald Eichler, DL1DSR (9. 3,5 MHz M50), Dianora Herashchenko (10. 144 MHz W21) und Bernd Höfner, DL1AQ (10. 144 MHz M60).

Der Wettbewerb war anspruchsvoll. Das Gelände ähnelte dem der ersten klassischen Läufe mit Reisfeldern und dicht bewachsenen Höhenzügen, jedoch mit kürzerer Bahnlegung und mehr Wegen. Gleich nach dem Start musste eine Autobahn unterquert werden. Hier war die Wahl der richtigen Unterführung entscheidend. Freileitungen erschwerten erneut das Peilen auf 80 m.

Sprint ohne deutsche Medaillen

(6.9.2018) Beim Sprintwettbewerb schaffte es keiner der DARC-Starter auf das Podest. Am knappesten dran waren Alexander Hergert, DE1ADH (4. M21) und Kathrin Berse (5. W21). Weitere Top-Ten-Plätze lieferten Brigitte Drews, DL7AFJ (6. W50), Brigitte Roethe (7. W50), Dianora Herashchenko (8. W21), Sergey Cherniavsky (8. M40), und Christian Drews, DL7APD (10. M50).

Der Wettbewerb wurde durch eine vorübergehende Antennenstörung eines Senders verzerrt, die im deutschen Team zumindest Kai Pastor, DG0YT, und Gerald Eichler, DL1DSR, hinderte, eine gute Reihenfolge- und Richtungswahl zu treffen, weswegen sie auf der zweiten Schleife nach dem - für Zuschauer nicht erreichbaren - Zuschauerposten gegenüber diesem Zwischenziel Plätze verloren.

Das DARC-ARDF-Team 2018
Das DARC-ARDF-Team 2018

Einzel- und Mannschaftsmedaillen im ersten klassischen Lauf

Brigitte Roethe im Ziel
Brigitte Roethe im Ziel

(5.9.2018) Die W50-Starterinnen Brigitte Roethe und Brigitte Drews, DL7AFJ, belegten im klassischen Wettbewerb auf 144 MHz den zweiten und dritten Platz. Dafür erhielten sie zudem Mannschafts-Silber. Top-Ten-Platzierungen gingen an Dianora Herashchenko (4. W21, 16 Sekunden hinter Platz 3), Claus-Dieter-Wittek, DF8QJ (8. M60), und Kai Pastor, DG0YT (8. M40).

Der klassische Wettbewerb wurde in unmittelbarer Küstennähe ausgetragen und war überdurchschnittlich herausfordernd. Start und Ziel lagen gut 3 km auseinander. Dazwischen gab es mehrere kleine Höhenzüge mit wenigen Pfaden und teils kaum durchdringlicher Vegetation, Siedlungen, Reisfelder, Obstgärten, aber auch Fahrwege und Straßen. Gute Kartenarbeit, um dann auf Wegen schnell voranzukommen, war wieder ein Schlüssel zum Erfolg. In der Hitze des Tages waren vor allem in den Kategorien der ältesten Teilnehmer viele Ergebnisse mit weniger Sendern und Zeitüberschreitungen zu beobachten.

Das Wetter setzte den Teilnehmern mit intensiver Sonnenstrahlung und heftigen Windböen zu. Auch andere Widrigkeiten machten den Deutschen zu schaffen: Zwei Empfänger nahmen bei Stürzen mechanisch Schaden, ein SPORTident-Chip ging bei einem unfreiwilligen Bad im Wasserloch verloren.

Kartenausschnitt 1. klassischer Lauf
Kartenausschnitt 1. klassischer Lauf
Sergey and Dianora
Sergey and Dianora

Gold- und Silbermedaille im Foxoring

(4.9.2018) Beim Foxoring-Wettbewerb gelang Dianora Herashchenko der Sprung auf Platz 1 in der Damen-Hauptklasse. Bei den Herren ab 40 war Sergey Cherniavsky Zweitbester. Mit Brigitte Roethe (4. W50), Brigitte Drews (5. W50), Heinrich Götte (6. M60), Kai Pastor (6. M40) und Alexander Hergert (9. M21) gelangen weiteren Deutschen Top-Ten-Platzierungen.

Das Foxoring erwies sich deutlich einfacher als vermutet. Die Sender waren dicht an Pfaden gelegen, und auch die Routenwahl war klar entlang der Pfade, meist auf dem Kamm der Höhenzüge, während links und rechts steile Hänge und dichte Vegetation das Bild prägten. Einige Sieger bewältigten die vergleichsweise kurze Strecke in weniger als 30 Minuten.

Während die ersten Wettkämpfer um 9 Uhr noch bei wolkenverhangenem Himmel starteten, zog es 45 Minuten später auf. Die Sonne sorgte sofort wieder für schweißtreibende Schwüle.

Kartenausschnitt
Kartenausschnitt

Bei der Open-Air-Eröffnungsfeier am Vorabend hatte anhaltender Regen dafür gesorgt, dass die Folklore-Teile ausfallen mussten - die Reden der Offiziellen wurden hingegen vollständig "dargeboten".

Eröffnung der WM 2018
Eröffnung der WM 2018

DARC-Team in Korea eingetroffen

(3.9.2018) Die Weltmeisterschaften im Amateurfunkpeilen finden dieses Jahr von 2. bis 8. September in der Republik Korea statt. Wettkampfzentrum ist Sokcho im Nordosten des Landes. Der Veranstalter zählt mehr als 316 Starter aus 29 Ländern.

Die 17 Wettkämpfer des DARC-Team und zwei Schlachtenbummler aus Deutschland sind am Sonntag in Sokcho eingetroffen. Während manche schon vorher Seoul erkundet hatten, ging es für andere direkt vom Flughafen auf einer erst vor kurzem fertiggestellten Autobahn direkt nach Sokcho.

DL1DSR beim Empfängertest
DL1DSR beim Empfängertest

Der heutige Montag steht im Zeichen der "Modellwettbewerbe", bei denen sich die Sportler auf den Aufbau der unterschiedlichen Sender (Sprint, Foxoring, klassisch) und auf das Gelände einstellen können. Auch wenn es in Sokcho nicht sehr heiß ist, fließt in der schwülen Luft auch bei geringer Aktivität viel Schweiß.

Dabei kommt noch einiges auf die Wettkämpfer zu: Die Jury hat bereits bekanntgegeben, dass die zu bewältigenden Höhenmeter in einige Fällen oberhalb der Regeln liegen werden: bis zu 10,3% der Luftlinie statt maximal 6%. Das sind also bis zu 400 Höhenmeter auf 4 km Luftlinie (entprechend 8 km in der Ebene). Dafür sind leider auch im Foxoring nur wenige Sender zu suchen. Die Foxoring-Sender schienen zudem recht schwach, was in grünem, steilen Gelände gute Kartenarbeit oder überdurchschnittlich empfindliche Empfänger erforderlich macht.

Das Wettkampfprogramm beginnt am 4. September mit dem Foxoring und setzt sich ohne Ruhetage mit dem ersten klassischen Lauf, dem Sprint und dem zweiten klassischen Lauf fort.

Für den südkoreanischen Amateurfunkverband KARL ist es bereits die zweite Ausrichtung einer Weltmeisterschaft. 2008 waren 320 Teilnehmer angereist, und es wurden nur die klassischen Wettbewerbsformen ausgetragen.


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