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Re: ARDF Regeln – Überlegungen zu fairen Bahnen

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Von Karl Heinz, DL9ME (84.148.127.132) am August 15, 2005 at 08:08:29
als Antwort auf "ARDF Regeln – Überlegungen zu fairen Bahnen" von Rainer - DL5NBZ am June 21, 2005 at 08:17:18

Neue ARDF Regeln und "faire Bahnen".

Vorgestern erhielt ich durch Karl-Heinz Schade, DL7VDB insgesamt 10 Stellungnahmen zu meinen Ausführungen zu fairen ARDF-Bahnen, die Rainer, DL5NBZ verteilt hatte. Zunächst einmal herzlichen Dank an alle, die ihre Meinung hierzu kund getan haben. Eine so große Teilnahme hatte ich nicht erwartet und ich finde das sehr positiv!

Unsere Regeln sind nun mal nicht gerade einfach, aber sie sind für die Durchführung unseres Sports unabdingbar. Es ist verständlich, wenn sich die aktiven Sportler nicht in alle Regel-Details vertiefen können, das brauchen sie auch nicht. Wichtig ist, dass sie Spaß an ARDF haben. So sind denn auch zu meinen Äußerungen Meinungen vorgetragen worden, die erkennen lassen, dass nicht alles verstanden worden ist. Karl-Heinz DL7VDB und auch Rainer haben schon zu einigen Punkten Erklärungen abgegeben und ich möchte hier nur noch einige Ergänzungen und/oder Zusatzinformationen anführen.

1.) Hauptthema : faire Bahnen. Was viele von Euch erstaunt hat, dass – und das auch noch von mir – so viel über "faire Bahnen" geredet wird, wo doch in den meisten Fällen die zu laufenden Bahnen wirklich fair sind. Hierbei steht "fair" für Euch, u.z. meistens die Jüngeren, für eine Bahn ohne Schikane wie "nur Brennesselhalden", " nur rauf und runter" etc. Für mich bedeutet fair aber etwas ganz anderes: eine Bahn, die den körperlichen Fähigkeiten der jeweiligen Kategorie entspricht. Dieses Thema ist bisher nur ganz unterschwellig behandelt worden, in dem man den Kategorien Streckenlängen zugeordnet hat. Allerdings mit riesigen Toleranzen, die diese "Notmaßnahme" weitestgehend sinnlos machen. Nicht nur die Unterarbeitsgruppe Regeln, vor allem die gesamte ARDF Arbeitsgruppe wird sich zu einer Entscheidung durchringen müssen, was man von den vier Besten einer Kategorie verlangen sollte. Das Beispiel für D50 habe ich gebracht: bei einer Laufzeit, die für D50 und plus mit ca. 50 Minuten als angemessen anzusehen ist (IOF, DTB etc.) ergeben sich Laufstrecken von ca. 3 – 3,5 Lkm (Leistungs-km). Aus den Wettkampfbestimmungen der OL'er kann man die für die anderen Kategorien anfallenden Daten ablesen. Probleme bekommen wir dabei jedoch massiv für die M21 und immer noch heftig für die D21, die mit den bisher als sinnvoll angesehenen ca. 60 Minuten für die ersten vier völlig unterfordert sind!!!

Also nennen wir es in Zukunft " faire Bahnlängen" und dann verstehen es alle besser.

2.) Befürchtungen, diese Regelentwicklung würde sich auf OV und Distriktwettkämpfe auswirken, sind völlig unbegründet. Es geht ausschließlich um die Regeln für EM und WM. Daß dann bei den internationalen Wettbewerben etwas schwierigere Bedingungen zu erwarten sind, macht ja wohl den Reiz aus, sich dafür zu qualifizieren. In jedem Fall ist auch in Zukunft eine gut gelegte Distriktsveranstaltung ein gutes Training für einen WM Interessenten. Gerade die Häufigkeit der Läufe quer durch mehr oder weniger schwieriges Waldgelände sind die Basis für alle Eliteläufer. Die zu erwartenden Sonderheiten müssen auch die Konkurrenten bei den Trainingslagern lernen.

3.) Pflichtposten. Dies stand bereits in meinen Ausführungen klar drin: jede Kategorie bekommt einen eigenen Pflichtposten, d.h. der Bahnleger benennt den 1. tx, der anzulaufen ist. Wenn also 9 Läufer jede Minute losrennen, läuft jeder zu einem anderen Sender und wer jemanden hinterherlaufen sollte, kommt beim falschen tx an. Das zeigt schon warum wir 10 tx brauchen. Das heißt aber nicht, wie von einigen vermutet, dass jeder 10 tx suchen soll. Ich habe bereits angedeutet, dass ich 5 gerne wieder als Minimum hätte, so wie es immer früher üblich war und als Obergrenze 7 oder 8, je nach Meinung des Bahnlegers, denn nur er kann im Voraus entscheiden, welche Leistung er den einzelnen Kategorien aufgrund des Geländes und der Belaufbarkeit zumuten kann, damit es faire Bahnlängen gibt.

Der für jeden Einzelnen besondere Weg zum ersten Posten hat nicht nur den Vorteil, die Läufer weit auseinander ziehen zu können. Hier kann, d.h. muß der Läufer seinen weiteren Weg peilen, quasi ein Ersatz für das verbotene Vorpeilen. Damit wird aber auch das Glücksspiel den ersten Posten als richtigen anzulaufen eliminiert und das sollte jedem viel Sicherheit geben.

Es gibt sicher noch einige Punkte zu klären, aber das soll es erst mal gewesen sein. Wer besonderen Erklärungsbedarf verspürt, kann sich auch jederzeit direkt an mich wenden : khmols@t-online.de .

Ich werde jetzt versuchen, diese Info auf die Adresse, die Christian Drews heute in seiner e-mail nannte zu geben. Wenn es klappt, könnt Ihr es noch vor der DM lesen und wen es interessiert, der kann mich dort befragen, denn ich werde dort sein.

Vy 73, Karl-Heinz Mols DL9ME


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